Ägypten 1999 - Nilkreuzfahrt


Die Nile Elite
Auf diesem Schiff haben wir 7 Tage und 6 Nächte verbracht. Und wir waren bestens versorgt. Schließlich kamen auf zwei Passagiere ein Besatzungsmitglied. Das war eines unserer Zimmer. Hier wurden zweimal täglich die Betten gemacht und aufgeräumt. Die Zimmermädchen sind übrigens ausschließlich männlich. Das liegt einfach daran, dass die Frauen nicht so lange alleine von zu Hause wegbleiben dürfen. Zimmer im Nilschiff
Unser Zimmer lag auf dem Nildeck, d.h. unterste Etage. Das ist zwar die preiswerteste Klasse, aber das hat auch Nachteile: Weil man direkt über dem Wasserspiegel wohnt kann man dummerweise die Fenster nicht öffnen. Und wenn man dann auch noch ziemlich weit vorne in der Nähe des Maschinenraums wohnt, dann kann einem vom Öl-Gestank schon mal übel werden. Der Motor läuft übrigens auch nachts, wenn das Schiff vor Anker liegt. Wie gut, dass man abends so erschöpft ist von den ganzen Besichtigungen, dass man einen tiefen Schlaf hat. Bei der nächsten Ägyptenreise werden wir jedenfalls mindestens Mitteldeck buchen.
Sonnenbad Ansonsten gibt es aber nur positives über unser Schiff zu berichten. Es ist die größte Entspannung, die man sich vorstellen kann , wenn man in der Abendsonne auf dem Sonnendeck im Liegestuhl liegt und die tolle Nillandschaft an sich vorüberziehen sieht. Es war übrigens erstaunlich, dass keiner von uns bei der ständigen Sonnenbestrahlung einen Sonnenbrand bekommen hat. Vielleicht ist die Sonne in Ägypten nicht so aggressiv, wie in Europa?
Ein Pool darf natürlich an keinem Urlaubstag fehlen. Deshalb gibt es auch auf fast jedem Nilschiff einen. Manchmal hatte man den Pool auch fast für sich alleine... Pool
volles Deck ...ab und zu war aber auch mal ordentlich was los an Deck. Die Jugendlichen waren im Pool oder spielten Tischtennis (Kinder unter 10 Jahren waren keine da, trotz Schulferien. Die ganzen Besichtigungen wären für kleinere Kinder aber auch nichts gewesen) und die Oldies quatschten, lasen oder spielten Karten. Abends gab es übrigens auch diverse Feste an Bord. Es gab Bauchtanz, Folkloregruppen traten auf und an einem Abend gab es Discomusik.
Die Landschaft am Nil ist einfach nur schön. Und alle paar Kilometer verändert sie sich. Im Vorbeifahren sieht man immer wieder Bauern mit ihren kleinen Lehmhütten. Richtige Häuser werden eigentlich nur in den Städten gebaut. Nillandschaft
Badespaß Die Bauern geben sich beim Bau ihrer Wohnstätten nicht sonderlich viel Mühe, da diese bei den großen Nilüberschwemmungen eh wieder weggespült werden. Jedoch arm seien diese Bauern nicht, so erzählte unser Reiseleiter. Die Männer würden ihr Geld vielmehr in Gold und Schmuck anlegen, was die Frauen dann am Körper mit sich rumtragen.
Die Sonne geht rasend schnell unter. Eben noch stand sie hoch oben am Himmel und ehe man sich versieht ist sie weg. Daher muss man beim Fotografieren gut aufpassen, damit man auch den richtigen Zeitpunkt erwischt. Sonnenuntergang
Felukke Auf der Fahrt über den Nil begegnen einem immer wieder die sogenannten Felukken. Das sind die ägyptischen Fischerboote. Und obwohl auf dem Nil bestimmt zig Touristenschiffe fahren, wird jedes mit Winken und Rufen begrüßt, als wäre jahrelang keiner vorbeigekommen.
Hier noch ein Beispiel für die unterschiedlichen Landschaftsarten. Mal ist es grün und sumpfartig, mal sieht man Dünen aus feinstem Wüstensand oder riesige Felswände. Nillandschaft
Blick aus dem Flugzeug Und so sieht der Nil aus dem Flugzeug von oben aus.


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©1999-2002 Uli